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"CHE"

Che - Eine Comic-Biografie Beim CHE-Comic, das im Original "Das Leben des Che" (La Vida del Che) lautet, handelt es sich um ein argentinisches Werk, welches selbst ein Teil der politischen Geschichte Argentiniens und Lateinamerikas ist. Verfasst von Héctor Germán Oesterheld und zeichnerisch umgesetzt von Alberto Breccia und seinem Sohn Enrique Breccia, erschien diese Arbeit 1968. Es erhielt über Argentinien hinaus in weiten Teilen des südamerikanischen Kontinents große Aufmerksamkeit und diente mitunter der politischen Agitation. In Argentinien wurde der Comic nach dem Militärputsch 1976 verboten.

Der Comic-Autor Oesterheld, Schöpfer von Comics wie "El Eternauta", "Sargento Kirk", "Ernie Pike" und "Mort Cinder", ging zusammen mit seinen vier Töchtern im Zuge der argentinischen Militärdiktatur als Militanter und späterer Pressechef der linksperonistischen Guerilla-Organisation Montoneros in den Untergrund.

Er verschwand im April 1977. Zeugenberichten zufolge sei er im geheimen Folterzentrum "El Vesubio" angetroffen worden. Es wird vermutet, dass er 1978 ermordet wurde. Auch seine Töchter sowie deren Ehemänner überlebten den Terror der Militärs nicht.

Sowohl Oesterheld, der mit Zeichnern wie beispielsweise Hugo Pratt, Francisco Solano López, Dino Battaglia oder Horacio Altuna zusammenarbeitete, als auch die Militärdiktatur anprangerte, nahmen großen Anteil am Aufblühen des Comics in Argentinien.

Autor: Héctor Germán Oesterheld
Zeichner: Alberto Breccia, Enrique Breccia
Carslen Verlag, Hamburg 2008
ISBN 9783551776549
95 Seiten, 16,90


gefangenen info gefangenen info, November 2013