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16. Europatreffen der Solidarität mit Kuba

Am Wochenende fand in Berlin das 16. Europatreffen der Solidarität mit Kuba statt

Das Treffen wurde gemeinsam mit dem ICAP (Instituto Cubano de Amistad entre los Pueblos) vom Netzwerk Cuba organisiert. Das Netzwerk ist eine deutsche Bündnisorganisation mit über 30 Mitgliedsorganisationen, zu denen auch die DKP und die SDAJ gehören.

120 Delegierte aus 30 Ländern waren angereist und diskutierten inhaltliche und praktische Fragen der Solidaritätsarbeit mit Kuba.

Als eine der Ehrengäste war Elisabeth Palmeiro, die Frau des seit mehr als 14 Jahren in den USA inhaftierten Ramón Labañino , eingeladen. In einer bewegenden Rede rief sie dazu auf, die Anstrengungen für die Freiheit der Fünf zu verdoppeln. In diesem Jahr musste René nicht nur den Tod seines Bruders verkraften, ihm war es durch seine Haftauflagen auch verwehrt, in diesem Moment bei seinen Lieben sein zu können und im Kreise seiner Familie Trost und Kraft zu finden. Die Familie verwahrt eine Urne mit der Asche Robertos, damit René sie bei seiner Rückkehr nach Kuba an einem Strand verstreuen kann, an dem die Brüder als Kinder gemeinsam viel Zeit verbrachten.

Dies war nur ein Beispiel, welches Elisabeth anführte, was die Haft für die Fünf und ihre Angehörigen bedeutet. Die Frage, wie die Freiheit für die Fünf erstritten werden kann, war auch das Thema einer der drei Arbeitsgruppen, die während des Treffens stattfanden. Unter anderem wurde beschlossen, im Frühjahr 2014 in London ein internationales Hearing für die Fünf durchzuführen. Die Arbeitsgruppe 2 beschäftigte sich mit dem Gemeinsamen Standpunkt der Europäische Union, der lediglich eine abgewandelte Variante der US-amerikanischen Blockade darstellt. In der dritten Arbeitsgruppe wurde die Rolle der Medien beleuchtet, sowohl hinsichtlich der Frage, welche und wie man sie für die politische Arbeit nutzen kann, als auch über die Abwehrt der zahlreichen Medienkampagnen gegen Kuba.

Ein weiteres wichtiges Thema des Treffens waren die Folgen des Hurrikans Sandy auf Kuba und die Notwendigkeit, jetzt schnell Hilfe und Unterstützung zu leisten.

Nach den kämpferischen Schlussworten von Kenia Serano (Präsidentin des ICAP), die verdeutlichte, dass Kuba vor großen Herausforderungen steht, aber auf Basis der Errungenschaften der Revolution unbeirrt weiter am Aufbau des Sozialismus arbeiten wird, entrollten einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Banner mit einer spanischen Aufschrift "Eine andere Welt ist möglich Danke Kuba für Dein Beispiel". Dies brachte wohl die Auffassung der meisten Teilnehmenden zum Ausdruck, dass Kuba uns seine Revolution eine Quelle von Kraft und Zuversicht für die Kämpfe in Europa ist.

Unsere Zeit

Nicole Drücker
Unsere Zeit, 16.11.2012