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Nachrichten aus und über Kuba


Nachrichten, Berichte, Reportagen zu aktuellen Entwicklungen, Hintergründen und Ereignissen in Kuba, internationale Beziehungen und der Solidarität mit Kuba.


Mafia- und Terroristenkonferenz im April in Berlin

Konrad-Adenauer-Stiftung veranstaltet die Konferenz, Bundesaußenminister Steinmeier (SPD) und EU-Parlamentspräsident McMillan-Scott übernehmen gemeinsam den Vorsitz, die USA-Regierung bezahlt sie.

Das ist schon ein Ding. Da treffen sich einige anerkannte und z.T. verurteilte Mörder und Gangster, gemeinsam mit Bombenlegern, Ende April in Berlin und wollen Kuba befreien.

Dass die Konrad-Adenauer-Stiftung der CDU das alles organisiert, passt so richtig ins Bild. Ihre Finanzen braucht sie aber nicht zu strapazieren, das Geld kommt aus den USA. Diese famose Stiftung, deren Chef der ehemalige CDU-Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und dann Thüringen, Bernhard Vogel, ist, zahlt nicht nur jungen CDU-Nachwuchs an den Universitäten (aus Steuergeldern) unter dem Vorwand, die seien hochbegabt, ihr Stipendium, sondern ist auch sonst kräftig mit Kriegshetze und Unterstützung von Kriegshetzern aktiv. Das sei nur am Rande erwähnt.[1]

Neben Steinmeier und McMillan-Scott gehört auch der SPD-MdB Markus Meckel zu den Spitzenpolitikern, die Kuba die kapitalistische Freiheit bringen wollen. Meckel war schon einmal in dieser Rolle aktiv. In der DDR betätigte er sich als Dissident, der dem Volk die kapitalistische Freiheit bringen wollte. Als sie dann kam, wurden Millionen arbeitslos und Meckel stieg vom Dorfpfarrer im "wiedervereinigten" Deutschland zum SPD Bundestagsabgeordneter auf. Für seine Verdienste im antikommunistischem Kampf bekam er nicht nur das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, sondern auch
- das Kavalierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen,
- den des Litauischen Großfürsten Gediminas (Anmerkung: Gediminas - 1315/16 bis 1341 - betrachtete sich als König der Litauer und der Russen (sic),
- den Orden des Kreuzes der Terra Mariana 2. Klasse für die Verdienste um die Republik Estland (diesmal nur 2. Klasse, der Kavalier war hier wohl weniger aktiv) und wurde schließlich auch
- Kommandeur des Drei-Sterne-Ordens für die Verdienste um die Republik Lettland.

Also hochdekoriert wurde der fromme Herr Ex-Pastor Meckel, die ehemaligen DDR-Bürger aber bekommen heute Hartz IV.

Und nun möchte Herr Markus Meckel wohl auch noch den Fulgencio-Batista-Orden [2] des vom Kapitalismus beglückten nachsozialistischen Kuba bekommen. Der muss aber erst von einer konterrevolutionären Regierung gestiftet werden. Ich denke aber, das kubanische Volk wird da auch ein Wörtchen mitsprechen wollen und diese Herrschaften den Weg nach Havanna versperren.

Der fromme Herr Markus Meckel, sein Parteifreund und Komplize der CIA-Kidnapper in geheime Folterknäste und jetzige Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der Brite, Mitglied der Konservativen Partei im Lande ihr britischen Majestät, oberster EU-Parlamentarier Edward McMillan-Scott, die kriegshetzerische Sippschaft der Konrad-Adenauer-Stiftung der CDU und einige andere hochrangige Repräsentanten unseres ach so demokratischen Staates, treffen sich nunmehr mit Terroristen, Mordbrennern, Mafiosi und anderem Gesindel um zu beraten, wie das sozialistische Kuba wieder unter die Fuchtel des Imperialismus gebracht werden kann. Hier treffen sich offenbar Brüder im Geiste.

Michael Moore (Doku-Film "Fahrenheit 9/11"), US-Dokumentarfilmer und Publizist, sagte im April 2004:
"Seit Castro sein Land vom korrupten und von den USA und der Mafia unterstützten Batista-Regime befreite, hat Washington eine Vielzahl von Methoden erprobt, ihn loszuwerden. Dazu gehörten von den Steuerzahlern finanzierte Mordversuche, Invasionen, Blockaden, Embargos, Drohungen mit nuklearer Auslöschung, Zerrüttung im Innern und biologischer Krieg."

Genau diese Zustände vor der Revolution wollen die feinen und weniger feinen Herrschaften auf dieser Anti-Kuba-Konferenz von Berlin, wieder errichten. Sie wollen ein korruptes, von der Mafia und den Herrschenden in den USA unterstütztes Regime installieren, so wie es einst das Batista-Regime war. Sie wollen die Errungenschaften der kubanischen Revolution liquidieren und Kuba auf ein ähnliches Niveau, wie z.B. in Guatemala, zurück drehen.

Das belegen auch die Teilnehmer, die - neben den feinen Herren und Damen aus der großen Politik - zu dieser Konferenz kommen:

Angeführt wird die Liste von dem altgedienten CIA-Agenten Frank Calzón, Direktor des Cuban Freedom Center in Washington auf Lebenszeit. Seine Organisation wird in dem vor Kurzem erschienenen Report des "U.S. General Accountability Office (GAO)" erwähnt, der die Verschwendung der U.S.-Regierung von mehr als 65 Millionen $ zur Destabilisierung Kubas beschreibt. Dieser jetzt über sechzigjährige Mann gehörte in den 1960ern zu den terroristischen Gruppen Alpha 66 [3] und Abdala. Damals nutzte die CIA Miami als Trainingslager. Von den Gelder, die Frank Calzón von der USA-Regierung für Sabotage- und Diversionsakte gegen Kuba bekam (mind. 65 Mio. US-$) steckte er allein 5 Mio. US-$ in die eigene Tasche. [4]

Carlos Alberto Montaner der jetzt in Madrid lebende Kubaner bastelte, als er noch in Kuba war, Bomben, die er gegen Kubaner rund um Havanna einsetzte.

"Am Montag, dem 26. Dezember 1960, wurden in Havanna inmitten einer Welle von Anschlägen auf Kaufhäuser und Kinos rund um die kubanische Hauptstadt 17 Terroristen verhaftet.

Carlos Alberto Montaner Suris war unter diesen Extremisten. Nachdem er zu etlichen Jahren Gefängnis verurteilt worden war, entwischte er wenige Monate später und betrat die Vereinigten Staaten mit sicherem Geleitschutz der CIA über eine südamerikanische Botschaft. Einige Monate nach seiner Abreise aus Kuba bestätigte Montaner in einem Interview mit dem Journalisten Angel de Jesús Piñera, veröffentlicht am 27. April, 1962, in dem Magazin Avance, dass er die terroristischen Aktionen seiner Gruppe geleitet hatte."[5]


Silvia Iriondo ist die Leiterin von M.A.R.-Por Cuba und steht auf der Finanzierungsliste des USA-Außenministeriums.

Natürlich darf in diesem erlauchten Kreis auch die Mafia nicht fehlen. Unter den Mafiosi aus Miami, die zu dieser obskuren Konferenzen eingeladen wurden, sind:

Pedro V. Roig, Generaldirektor von Radio und TV Martí (zurzeit wird gegen ihn ermittelt),

Ramón Colas, ein berühmter Hochstapler und subventionierter Playboy.,

Ex-"Comandante" Huber Matos, mit Verbindungen zum Drogenhandel. Huber Matos nahm an der kubanischen Revolution teil, stellte sich aber 1959 auf die Seite der kubanischen reichen Viehbarone, die sich gegen eine Bodenreform zu Gunsten der landlosen Bauern, wandten. Matos rechtfertigte 2003 in Berlin gewaltsame Aktionen gegen Kuba, einschließlich Mordkomplotte gegen Fidel Castro.

Orlando Gutierrez Boronat, ein Terrorist, dessen "Directorio Democrático Cubano" [Kubanisches Demokratisches Direktorat] von USAID 3 Millionen US-$ bekam,

Angel Francisco De Fana Serrano, der 1995 in Kalifornien verhaftet wurde, weil er im Besitz eines Waffenarsenals war, das für einen Angriff gegen Kuba bestimmt war.

Zur Dekoration kommen noch abgehalfterte reaktionäre und antikommunistische Politiker hinzu:

So Prags Expräsident und schlechter Stückeschmied Vaclav Havel, Ex-Ministerpräsident von Spanien und Reaktionär José Maria Aznar, Ex-Präsident von El Salvador Armando Calderon Sol, Mitglied der ultrarechten Arena-Partei und guter Freund der Hans-Seidel-Stiftung der CSU, Ex-Präsident von Albanien Rexhep Meidani, Ex-Präsident von Bolivien Jorge Paz Zamora.

Alles politische Fossilien oder von der Bevölkerung in ihrem Land davon gejagt.

Eine feine Sippschaft trifft sich hier. Ich bin gespannt, wie uns die bürgerliche Propaganda diese Konferenz verkaufen wird.

Es zeigt sich aber auch, dass der Imperialismus, wenn es um seine Interessen geht, entgegen seinen Beteuerungen, sich nicht scheut, mit gerichtsnotorischen Verbrechern. Mördern und Terroristen gemeinsame Sache zu machen. Warum sollten sie auch nicht? Das System ist ja im Wesen verbrecherisch.

Über Lateinamerika geht derzeit eine Welle der antiimperialistischen Bewegung hinweg und ergreift immer mehr die Massen. Nicht nur Kuba, auch Venezuela, Bolivien, Ecuador, Nicaragua, aber auch die bolivarischen Bewegungen in anderen mittel- und südamerikanischen Ländern, lehren Washington das Fürchten. Es ist nicht mehr so einfach, wie in den 50er in Guatemala, als die United Fruit Company (UFC) eine demokratisch gewählte Regierung, die ungenutztes Land der UFC gegen Entschädigung enteignete, mit Hilfe von CIA-Chef Allan Dulles und dessen Bruder, dem USA-Außenminister J.F. Dulles, stürzte. Die UFC hatte angeheuerte Söldner ins Land geholt, die rechtmäßige Regierung gestürzt und jahrzehntelang für eine faschistische Terrorherrschaft gesorgt, mit Mord und Folter, aber von Washingtons Gnaden und zum Wohle der United Fruit Company.

In Kuba werden sie sich geirrt haben und auch in den anderen Ländern Lateinamerikas können die Imperialisten nicht mehr schalten und walten, wie sie wollen.

[1] Siehe: Präventivkriege Made in Germany, Konrad-Adenauer-Stiftung denkt laut über weltweite deutsche Aggressionskriege nach. (Kommunisten online, 27.07.2006)

[2] Fulgencio Batista, Kubanischer faschistischer Diktator Kubas, 1958 durch die kubanische Revolution gestürzt. Batista war der damals blutigste Gewaltherrscher in Lateinamerika. Während seiner Herrschaft gab es blutige Übergriffe und Massenerschießungen. "Fortan nahmen Korruption, soziale Ungerechtigkeit und Armut erheblich zu, während gleichzeitig Havanna zur Vergnügungsmetropole der US-amerikanischen Oberschicht wurde; die meisten Kasinos und Bordelle dort gehörten der US-amerikanischen Mafia." Nach dessen Sturz ging er in das damals vom Faschisten Salazar regierte Portugal unter Mitnahme der Staatskasse. (Wikipedia).

[3] Alpha 66 ist die ältest von der CIA ausgehaltene Terrorgruppe gegen Kuba und hat zahlreiche terroristische Anschläge verübt.

[4] Granma, 25. August 2006

[5] Granma, 25. August 2006


Günter Ackermann
Kommunisten online, 22. März 2007