Rede von Armin Freitag

Botschafter der BRD anläßlich der Eröffnung

Ich bin hoch erfreut über den Grund unseres heutigen Zusammentreffens. Die Eröffnung einer Ausstellung von Werken zeitgenössischer Künstler der BRD stellt ein Ereignis mit zweifacher Bedeutung dar. Einerseits bietet sie eine Vorstellung von dem künstlerischen Schaffen der Gegenwart in unserem Land, das über eine umfassende und reiche Tradition in der Kunst verfügt und zeigt Ausdrucksformen unserer gegenwärtigen grafischen Kunst. Andererseits informieren uns die hier ausgestellten Werke über die Themen, die die Leute unseres Landes bewegen und diejenigen, die von gemeinsamen Interesse sind für uns alle. Diese Ausstellung zeigt dies auf vielfältige Weise. Der technische Fortschritt hat uns zu Nachbarn gemacht, ungeachtet der großen geografischen Entfernung zwischen unseren Ländern. Ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis, wie wir es alle wünschen, setzt ein besseres gegenseitiges Verständnis voraus. Je mehr wir voneinander wissen, desto besser werden wir uns verstehen.

Die Anstrengungen der Regierungen unserer beiden Länder zielen in diese Richtung. Mit großer Zufriedenheit stelle ich fest, daß die Kontakte zwischen Kuba und der BRD in den letzten Jahren auf praktisch allen Bereichen beachtlich zugenommen haben. Diese Ausstellung ist ein weiterer und wichtiger Schritt in diesem Prozeß: sie ist ein Beitrag, um die Vorstellungen über unser Land zu vertiefen und um ein weiter gehendes Interesse an der BRD in Kuba zu wecken.

Natürlich hat dieser Interessenaustausch zwei Seiten. Wir in der BRD wollen und sollen mehr über Kuba erfahren. Aus diesem Grund freue ich mich, Ihnen mitteilen zu können, daß unsere Botschaft die Voraussetzungen geschaffen hat, um nächstes Jahr eine Ausstellung kubanischer Malerei in der BRD zu zeigen.

Ich möchte all denen danken, die durch ihren Einsatz zu dieser Ausstellung beigetragen haben, vor allem den Künstlern, von denen wir einige hier unter uns begrüßen können, aber auch dem kubanischen Institut für Völkerfreundschaft, dem Kulturministerium und der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba, von der die Initiative für diese Ausstellung ausging. Auch möchte ich erwähnen, daß die Regierung der BRD einen wesentlichen finanziellen Beitrag zur Durchführung dieser Ausstellung geleistet hat. Ich hoffe und vertraue darauf, daß all diese Anstrengungen belohnt werden im Sinne eines wachsenden gegenseitigen Informationsaustausches und einer Verbesserung des wechselseitigen Verständnisses zwischen unseren beiden Staaten und Völkern.

CUBA LIBRE


CUBA LIBRE 3-1981, Extraausgabe