Erinnerungen an Tamara

Ausstellung: Tanja la guerillera
Sie wurde weltbekannt als "Tania la guerillera" an der Seite von Che Guevara.

Sie war Kommunistin und Internationalistin und starb für die Revolution vor 50 Jahren in Bolivien.

Am 19.11.1937 wurde sie als Tochter der deutschen Exilanten und kommunistischen Eltern, Erich und Nadja Bunke, in Buenos Aires geboren.

Schon von Kindheit an begeisterte sie sich für den Sport, Leichtathletik, Reiten und Schwimmen waren ihre Lieblingssportarten, die ihr später als Guerillera in Bolivien nützlich waren.

Als sie mit ihren Eltern und ihrem Bruder 1952 nach Deutschland (in die DDR) zurückkehrten, um am Aufbau des Sozialismus mitzuhelfen, mussten die Eltern ihr das Versprechen geben, dass sie mit 18 entscheiden könne, wieder nach Argentinien zurückzugehen. Während ihres Romanistik-Studiums an der Humboldt-Universität in Berlin verstärkte sich der Wunsch noch, als sie mit lateinamerikanischen Studenten zusammenkam sowie für Che und das Kubanische Nationalballett, besonders für die Primaballerina Alicia Alonso, dolmetschte. In dieser Zeit lernte ich Tamara und ihre Familie kennen. Die Revolution in Kuba hatte es uns angetan und wir verfolgten interessiert den weiteren Verlauf. In Begegnungen mit Anita Prestes (die Tochter von Olga Benario), der Schriftstellerin Ruth Werner oder Irma Thälmann, der Tochter von Ernst Thälmann, verstärkte sich der Gedanke einer besseren Welt für Lateinamerika. In kurzer Zeit fiel die Entscheidung, nach Kuba zu gehen, und Alicia Alonso machte es mit ihrem Ballett möglich.

In einem langen harten und opferreichen Weg bereitete sie sich auf ihren illegalen Einsatz vor und fiel im Kampf an der Seite von Che in Bolivien. Sie gab das Wertvollste, was der Mensch besitzt ihr Leben in dem Glauben "Eine bessere Welt ist möglich!" Heute ist diese Revolution in ganz Lateinamerika zuhause. Auch wenn die westlichen Massenmedien Lügen über sie verbreiten die Wahrheit ist:

Die Welt gibt ihr immer noch eine Stimme.

Als kleines Kind wurde sie Tamarita gerufen, da sie diesen Namen nicht aussprechen konnte sagte sie einfach "ITA".

Ich bin stolz, sie gekannt zu haben, denn sie prägte auch mein Leben.

CUBA LIBRE Elisabeth Dietze, Freundin von Tamara und ihrer Eltern

CUBA LIBRE 1-2018