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CIA-Anschlag vor der Küste von Barbados


Am 6. Oktober 1972 stürzte vor der Küste von Barbados – der kleine Staat gehört zu den westindischen Inseln – eine kubanische Linienmaschine mit 73 Menschen an Bord brennend in Meer. Zuvor war es beim Flug 455 der staatlichen Luftlinie Cubana auf der Strecke Caracas-Barbados-Kingston-Havanna zu Detonationen gekommen. Nach der ersten wandten sich Flugkapitän Wilfredo Perez und dessen Copilot mit einem verzweifelten Hilferuf an den Seawell Tower und ersuchten um die Erlaubnis zu sofortiger Notlandung in Barbados. Noch bevor diese aber erteilt werden konnte, explodierte eine zweite Bombe. Die Maschine, in der Feuer ausbrach, fiel nahezu senkrecht ins Meer.

Unter den Opfern, deren Leichen mehrheitlich nie geborgen wurden, befanden sich auch elf junge Menschen aus Guayana, von denen sechs ein Medizinstudium in Kuba hatten aufnehmen wollen, sowie fünf Nordkoreaner, die eine Informationsreise durch Lateinamerika absolviert hatten. Zu den ums Leben gekommenen Kubanern gehörte die komplette Jugendnationalmannschaft der Fechter, deren Mitglieder sich nach Erringen des Sieges bei den Zentralamerikanisch-Karibischen Wettkämpfen in Venezuela auf dem Heimflug befanden.

Während von Beginn an davon ausgegangen werden konnte, daß sich der Absturz nicht auf Grund eines technischen Defekts oder infolge Pilotenversagens ereignet hatte, sondern durch ein Attentat herbeigeführt worden war, mußte man nicht lange nach Auftraggebern und Exekuteuren fahnden. Die Untersuchungsorgane in Caracas, von wo die Unglücksmaschine gestartet war, ermittelten schon bald die exilkubanischen CIA-Agenten Luis Posada Carriles und Orlando Bosch als Drahtzieher des Verbrechens, aber auch die Tatausführenden. Sie wurden festgenommen und durch die venezolanische Justiz abgeurteilt. Nach Verbüßung ihrer Strafe ließen sich die Rädelsführer in den USA nieder. Ihrer Weiterverwendung durch den US-Geheimdienst stand nichts im Wege. Während Bosch später in Miami starb, spielt Posada Carriles bis heute eine Schlüsselrolle bei kriminellen Aktionen von Exilkubanern gegen die Insel der Freiheit. Unmittelbare Täter beim Anschlag auf den Cubana-Flug 455 waren Freddy Lugo und Hernan Ricardo, die ebenfalls auf der Gehaltsliste der CIA standen. „Wir pflanzten die Bombe – na und?“ erwiderte Lugo während seiner Haftzeit auf eine diesbezügliche Frage der Journalistin Alicia Herrera.

Am 15 Oktober 1976 versammelten sich Hunderttausende Kubaner auf dem Platz der Revolution in Havanna zu einen Trauer-Meeting. Dort klagte Fidel Castro in seiner den Opfern gewidmeten Rede die Central Intellligence Agency auf Auftraggeberin des monströsen Verbrechens an. Sein Satz „Wenn energiegeladene und unerschrockene Menschen weinen, erzittert das Unrecht“ ging damals um die Welt. Auch die 31. UN-Vollversammlung thematisierte den Anschlag auf die kubanische Linienmaschine. Tom Adams, damals Premier von Barbados, erklärte dort, bei dem Geschehen habe es sich um eine "terroristische Aktion" gehandelt.

Rotfuchs Rotfuchs, Juli 2013
gestützt auf "The Guardian", Sidney





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