Die Dienstleistungen für die Bevölkerung sollen so wenig wie möglich beeinträchtigt werden

Marino Murillo Jorge Marino Murillo Jorge, Minister für Wirtschaft und Planung (und Vizepräsident des Ministerrats) vor der Nationalversammlung im Palacio de las Convenciones über die Herausforderungen, denen sich die kubanische Wirtschaft im 2. Halbjahr 2016 stellen muss.

Guten Tag,

wie schon gesagt werden wir von der Umsetzung des ersten Halbjahres reden und von dem, auf das sich die Wirtschaft im zweiten Halbjahr einstellen muss. Mein Beitrag wird sich von denen unterscheiden bei anderen Versammlungen, bei denen wir von dem Niveau der Aktivitäten pro Produkt usw. gesprochen haben. Im Vordergrund steht, wie wir dieses zweite Halbjahr 2016 angehen. Ich werde auch nicht viele Zahlen angeben, aber einige Zahlen muss man nennen, und das werde ich so kurz und klar wie möglich tun.

Seit Dezember wurden wir konfrontiert mit finanziellen Grenzen und Restriktionen, die hauptsächlich verursacht waren vom Fallen der Einkünfte aus Exporten und von der eingeschränkten Versorgung mit Brennstoff. Dies hat uns in eine angespannte Situation für die Wirtschaft im 2. Halbjahr gebracht, so dass einige Maßnahmen ergriffen werden müssen. Im 1. Halbjahr wuchs das BIP um 1 %, und wie ich schon sagte, müssen wir für das 2. Halbjahr mit Einschränkungen rechnen. Um diesen zu begegnen, gibt es Vorschläge zu ganz konkreten Maßnahmen, die ich jetzt vortragen werde.

Wenn eines der gegenwärtigen Probleme die Liquidität ist, muss man als erstes die Devisenzahlungen des Landes begrenzen, und daher werden Maßnahmen präsentiert, die bei Umsetzung eine Verringerung der finanziellen Operationen mit sich bringen werden. Ein Teil des Jahreskontingents wurde bereits im 1. Halbjahr umgesetzt, so dass, was logisch ist, die Nichtumsetzung im 2. Halbjahr stattfinden wird.

Die andere zu ergreifende Maßnahme betrifft den sehr vorsichtigen Umgang mit der Kreditaufnahme, damit die zukünftige Verschuldung des Landes handhabbar bleibt. Wir haben kein flüssiges Geld, und die Lösung kann nicht sein: Wenn es kein flüssiges Geld gibt, geht man eben Waren auf Kredit kaufen, denn der Kredit von heute schafft eine Verschuldung im nächsten Jahr.

Im Mai haben uns die Organisationen mitgeteilt, dass die im Plan vorgesehenen Kredite zu einem Großteil nicht vertraglich vereinbart wurden, und dass dies auch im Laufe des Jahres nicht gelingen wird. Dies ist nicht notwendigerweise verbunden mit den Maßnahmen des 2. Halbjahres wegen des Mangels an Devisen und Energie, sondern beruht auch auf ihrer Angabe, dass die Zeit nicht ausreichte, die Verträge abzuschließen. Und was wir nun tun: diese Situation legalisieren und die Kreditaufnahme begrenzen, damit unsere Verschuldung in den kommenden Jahren nicht zu stark ansteigt.

Eine andere Gruppe von Maßnahmen ist verbunden mit der Anpassung des Verbrauchs von Energieträgern im 2. Halbjahr, d.h. was fehlt uns? Devisen wegen der Nichterfüllung von Einnahmen, und es mangelt an verfügbaren Brennstoffen, weil weniger als vorgesehen ins Land gekommen sind. Also, das sind die beiden Begrenzungen, mit denen die Wirtschaft im 2. Halbjahr funktionieren muss, und dazu wurden 3 Maßnahmen vorgeschlagen, die hier an der Wand zu sehen sind: die laufenden Kosten senken, Kredite nicht in Anspruch nehmen, und den Verbrauch von Energieträgern anpassen. Das ist es, was wir für das 2. Halbjahr entwickelt haben.

Es gibt viel Zweifel, viele Kommentare, die aus meiner Sicht lohnenswert sind aufzuklären, und das will ich im weiteren Verlauf meines Beitrags tun.

Wir müssen verstehen, dass in dem Augenblick, wo Sie nicht über die ganze Menge Energieträger verfügen, um einen Grundstoff zu verarbeiten, es keinen Sinn macht, die Importe weiter zu verfolgen, denn dann gehen diese Grundstoffe ins Lager und wir erzeugen eine Verschuldung für das kommende Jahr.

Wie ich schon sagte, gibt es zwei große Begrenzungen für die Wirtschaft: all das zu importieren, was sie nötig hat, und die Verfügbarkeit der Energieträger, und diese beiden Maßnahmen muss man zusammen sehen.

Der dritte Punkt betrifft das Thema der Energieträger. Hier reden wir von 7.862.000 Tonnen Brennstoff insgesamt das beinhaltet nicht die Elektroenergie und den mit deren Gewinnung verbundenen Brennstoff - die das Land erhält, und davon müssen 369.000 Tonnen im 2. Halbjahr eingespart werden. Das ist die Größenordnung. Diese 369 Tausend Tonnen beinhalten die aus dem 1. Halbjahr noch umzusetzenden Aktivitäten, und hier gibt es Organisationen, die dies nicht schaffen werden aus anderen Gründen.

Zum Beispiel: die Stahlproduktion von Antillana wird in diesem Jahr nicht plangemäß erreicht werden wegen technischer und produktiver Probleme, und um den Investitionsprozess erfüllen zu können, muss man sogar 10.000 Tonnen Stahl importieren. Deshalb ist geplant, um den Verbrauch an Energieträgern zu verringern, der Industrie nicht diejenigen Energieträger zu lassen, die der Menge an Stahl entsprichen, die sie nicht produziert, weil das keinen Sinn macht.

Der andere Energieträger ist die Elektrizität. Der im Plan vorgesehene Verbrauch liegt bei 15.310 Gigawatt, und wir müssen entgegen dem Plan auf 786 Gigawatt verzichten. Wenn Sie nachrechnen, sind das 6 %, und es gibt Kommentare, die von 50% sprechen, und das geht in alle Welt, aber tatsächlich ist das so nicht.

Also, wenn wir auf der Ebene der Gesamtwirtschaft den Stromverbrauch um 6 % senken müssen, muss man berücksichtigen, dass 60 % der in Kuba verbrauchten Elektrizität im häuslichen Bereich verbraucht wird, das sind 8.828 Gigawatt. Und machen Sie sich klar, dass hier die Planzahl und der geschätzte Verbrauch zusammenfallen. Daher wird es keine Beeinträchtigung der Versorgung mit Elektrizität im häuslichen Sektor geben, wie wir in der Energiebilanz aufgestellt haben und wie es die Versorger bisher vorgesehen haben. Und halten Sie fest, dass die Planzahl und der geschätzte Verbrauch zusammenfallen.

Wenn vom Gesamtverbrauch des Landes 60 % für die Bevölkerung vorgesehen ist, bleiben 40 % übrig, bei denen die Anpassung erfolgen muss. Denn Sie haben Priorität, und eine der Prämissen unserer Arbeit war: so wenig wie möglich die Dienstleistungen für die Bevölkerung beeinträchtigen.

Ich glaube, das ist zu verstehen, dass wenn 60 % der Elektrizität im häuslichen Bereich verausgabt wird und dies 100 % Deckung bedeutet, dann müssen die Einsparungen bei den restlichen 40% erbracht werden.

Bei diesen 40% gibt es auch Aktivitäten, die eine 100 % Deckung erfordern wie z.B. beim Tourismus, bei der Nickelproduktion und verschiedenen anderen Aktivitäten. Daher: wenn die 60 % häuslicher Konsum zu 100 % gedeckt werden und von den verbleibenden 40% ebenfalls einige Sektoren zu 100 % gedeckt werden, wird es andere Bereiche geben, die auf 28 % verzichten müssen, weil man Prioritäten setzt. Und es wird andere Dinge geben wie die öffentliche Beleuchtung, die man auf 50 % im 2. Halbjahr zurückfahren wird. Aber: in der globalen Elektrizitätsbilanz handelt es sich keineswegs um 50 % weniger Elektrizität für jeden.

Dann gibt es im 2. Halbjahr in Abhängigkeit von den verfügbaren Devisen und den Energieträgern folgende Prioritäten: Aktivitäten, die die geplanten Einnahmen von außen sicherstellen und die Importe ersetzen.

Wenn wir ein Problem mit verfügbaren Devisen haben und diese den Bereichen entziehen, die Devisen generieren oder ihnen Energieträger entziehen, so dass sie keine Einnahmen produzieren, wird sich das Problem mit der Zeit multiplizieren.

Auch der Import und die Produktion von Lebensmitteln erhält Priorität; der Einzelhandel, das sind die Verkäufe an die Bevölkerung, ist sehr eng verbunden mit dem internen Finanzausgleich, denn über den Einzelhandel nimmt der Staat im Grunde genommen ein, was er auf der anderen Seite in Geldform ausgibt für die Bevölkerung, vor allem die Löhne.

Ebenfalls Priorität hat die Produktion von Baumaterial, und wie ich schon sagte, der interne Finanzausgleich.

Um diese Ziele zu erreichen, sind folgende Prämissen zu berücksichtigen:
Eine restriktive Planung machen mit Verstand, ohne die Kosten im Plan zu ändern. Halten Sie fest, dass wir nicht den Plan ändern, sondern jetzt einen Vergleich des Plans mit der realen Umsetzung durchführen, denn wenn wir den Plan ändern wollten, würde es uns nicht gelingen...., das unternehmerische System würde uns 2 Monate Zeit kosten, und die Maßnahmen werden ab Juli ergriffen.

Denken wir genauer nach über die Situation der Energieträger. Ich sagte bereits, dass die Versorgung beeinträchtigt ist bis jetzt um annähernd 2526 %.

Strikt anzuwenden ist das Prinzip, dass die Löhne gedeckt sein müssen durch die Produktion, später werde ich darüber referieren. Denken Sie an die Resolution 17, auch an die neue Resolution 6, mit der im Unternehmenssystem die Systeme der Entlohnung an den Ertrag gebunden wurden. Das was nicht sein kann: weniger produzieren und Dasselbe zahlen, denn dann könnte das Gleichgewicht des Geldsystems verloren gehen. Ganz strikt: was man im Unternehmensbereich zahlt, muss gedeckt sein durch die Produktion, ich komme später auf dieses Thema zurück.

Eine weitere Prämisse ist: nicht importieren, was man hier produzieren kann, mit aller Rationalität. Es macht keinen Sinn, dass Sie Energieträger verweigern für eine Aktivität, die Importe ersetzt, das lähmt, und später muss der Tourismus mit seinen Bedürfnissen diese Waren importieren, und das wird in diesem Moment in den Organisationen überprüft, und wir sind dabei schon ziemlich weit vorangekommen.

Das Wachstum der Produktion muss tendenziell die Importe verringern. Z.B. übersteigt gegenwärtig die Anlieferung von Milch aus der Landwirtschaft bei der Industrie den Plan, und das soll eine Einsparung beim Import von Milchpulver ergeben.

In diesem Jahr sah der Plan den Import von 53.000 Tonnen Milchpulver vor. Gut, schon die Anlieferung lag über den 7 Millionen im Planansatz. Der Anstieg von flüssiger Milch lag mit 32 Millionen über dem Plan. Wenn Sie das durch 10 teilen, erhalten Sie Milchpulver, also 32 geteilt durch 10 sind 3.200 Tonnen Milchpulver. Automatisch muss man den Import von 53.000 Tonnen Milchpulver senken, weil jeder Effekt einer Produktionssteigerung sich als Importsubstitution auswirken muss. Und das ist es, was die Prämisse 5 aussagt.

Die Nummer 6, die heute hier diskutiert wurde, ist: Beschränkung auf das Unabdingbare bei dem Teil der Kosten, die die Zahlung von Devisen erfordern, insbesondere Verzicht auf Kosten, die nicht mit der Hauptaktivität verbunden sind, das ist alles. Mit den Devisen, die wir haben, müssen wir den Kauf von Basismaterial für die Hauptaktivität decken, oder die Kosten, die die Hauptaktivität an jedem Ort mit sich bringt. Das, was nicht mit der Hauptaktivität verbunden ist, wird sehr, sehr restriktiv gehandhabt werden, das wird der natürliche Weg sein, denn die Menge an Devisen, die wir den Organisationen geben werden, ist nicht viel weniger, als im Plan vorgesehen war. Das ist ein Thema, das wir genau überwachen und mit Disziplin beachten werden.

Also, wie ausgeführt sind es 3 Begrenzungen: die Verfügbarkeit von Devisen, die Nutzung des Kreditrahmens und die verringerte Menge von Energieträgern, mit denen wir Resultate erzielen werden, die ich jetzt referieren werde.

Welches sind die Effizienzreserven, die wir haben um weiter arbeiten zu können? Ich will dies nicht komplizieren durch viele Zahlen, aber ich werde etwas dazu sagen. Wir haben Importe vorgesehen, um das Ziel eines Wachstums zu erreichen, und das betrug 2 % von 14.416 Millionen. Mit den Anpassungen verbleiben davon 11.973 Millionen. Aber im Rahmen der Wechselkurse sind die Preise auf dem Weltmarkt etwas gesunken., z.B. können wir mehr Lebensmittel zu einem geringeren Preis kaufen, das nennt man "Anpassung durch günstige Preise", das heißt wenn wir das Ganze wörtlich nehmen: statt 14.400 Millionen werden wir 11.900 Millionen zur Verfügung haben, aber mit diesem Geld können wir etwas mehr kaufen, so dass dies 13.000 Millionen entspricht. Hier gibt es also eine Reserve, und wir halten einen Koeffizienten Importe zu BIP in Peso von 0,16242 Centavos aufrecht. Das kann man auch auf andere Weise ausdrücken.

Heute gibt es in der Wirtschaft 1.297 Millionen Peso mehr für das Funktionieren der Wirtschaft als wir vorgesehen haben, wenn man den Abschluss von Ende April vergleicht mit dem 1. Januar dieses Jahres. Warum? Weil im letzten Jahr eine Menge von Ressourcen importiert wurden, die erst im letzten Trimester des Jahres ankamen und daher im Bestand für dieses Jahr verblieben. Das heißt, beim Thema der Effizienz von Investitionen gibt es viele Reserven, um mit den Begrenzungen, die wir gerade veranlassen, umzugehen. Und das ist ein Thema für alle Ebenen: die Struktur der vorhandenen Lagerbestände und ihren Umfang sehr genau sichten.

Das interne finanzielle Gleichgewicht wird garantiert Sie erinnern sich, dass ich von den Resultaten gesprochen habe. Es wird garantiert auf der Grundlage, dass wir etwas weniger Bewegung im Bereich des Einzelhandels haben werden, aber da das Niveau der Aktivitäten fällt, ist es auch Wahrheit, dass der Lohn im Unternehmensbereich angepasst werden wird an das Produktionsniveau, und so werden wir das Gleichgewicht aufrecht erhalten. Jetzt, um dieses Gleichgewicht zu halten, dieses interne finanzielle Gleichgewicht, muss man die Lohnsysteme genau kontrollieren im Hinblick auf den Ertrag und den Lohn, der gezahlt wird.

Die Kosten, die nicht anfallen, die in der Buchhaltung, (aus der Gesamtproduktion werden die Kosten herausgerechnet, um den Wert zu erhalten) sich vermutlich niederschlagen in einem gestiegenen Wert, da man weniger Material verwandt hat, können nicht umgesetzt werden in Lohn. Wenn man die eingesparten Kosten in Lohn umsetzen würde, würden die Leute mehr verdienen, indem sie weniger Reichtum produzieren. Dies wird sehr sorgfältig mit allen Organisationen durchexerziert, seitens des Finanzministerium, des Arbeitsministeriums. Aber was uns klar sein muss ist, dass wir nur verdienen können in Abhängigkeit von dem Niveau der Aktivitäten, die ja Restriktionen unterliegen, die die Wirtschaft hinnehmen muss um zu funktionieren.

In Bezug auf den Warentransport gibt es ebenfalls Anpassungen, weil es weniger Aktivitäten gibt.

Und was die Investitionen angeht, so muss gesagt werden, dass der Plan um 1% nicht erfüllt wird. Jetzt gibt es noch eine Unterschreitung um 17 %, in diesem Jahr sollen 6.510 Millionen Peso umgesetzt werden (wiederholt die Zahl mit Betonung, d.Ü.) Der Investitionsplan wird real umgesetzt in einer Größenordnung, die die des vergangenen Jahres überschreitet. Jedes Jahr schaffen wir mehr. Und es hat Investitionen gegeben, die wir anhalten mussten in der Vorausschau. Das sind diejenigen, die verbunden waren mit Krediten, die nicht umgesetzt wurden, weil auf verschiedene Weise die Handelsware nicht vertraglich vereinbart und die Kredite nicht in Anspruch genommen wurden.

Daher, von den 6.510 Millionen Pesos für Investitionen sind 4.535 Millionen Pesos vorgesehen für die strategischen Programme des Landes, und diese werden gedeckt, auch wenn die Investitionen insgesamt 17 % weniger umfassen werden. Schauen Sie z.B.: der Tourismus hat 1.328 Millionen Peso, ein anderes Beispiel ist die Entwicklung von erneuerbaren Energiequellen mit 142 Millionen Peso, gedeckt durch langfristige Kredite.

Die wichtigste Idee, die ich herüberbringen möchte: selbst wenn wir 17 % der Investitionen nicht umsetzen werden, belaufen sich diese auf 6.510 Millionen Peso und von diesen sind 4.535 Millionen Peso für Entwicklungsprogramme des Landes.

Gegenwärtig studieren wir genau die Strukturen der Finanzierung dieser Programme, und man wird arbeiten müssen, um Lösungen der Finanzierung auf mittlere und längere Sicht zu finden, und es muss das Prinzip der kurzfristigen Finanzierung endgültig aufgegeben werden, weil die Zahlung der Schulden sehr kurzfristig erfolgt und man die Schuld nicht mit dem Ertrag der Investition begleichen kann.

Das ist es, was ich sagen möchte: die Entwicklungsprogramme werden umgesetzt, wenn auch mit den gegenwärtigen Begrenzungen.

Der 5. Punkt ist die Beschäftigung und der Lohn. Wir mässten sagen, dass im Unternehmensbereich ein niedrigerer Durchschnittslohn geschätzt wird als wir im Plan vorgesehen haben. Da das Unternehmenssystem im Niveau der Aktivitäten beeinträchtigt sein wird, und die Zahlung in Abhängigkeit von dem gezahlt wird, was produziert wird, wird im gleichen Verhältnis der Durchschnittslohn beeinträchtigt sein, auch wenn er wachsen wird. Und wenn wir dies übertragen auf das Konzept der Lohnkosten in Peso im Verhältnis zum erreichten Wert im Plan werden dafür 34 Centavos angesetzt, werden jetzt voraussichtlich 33,86 erreicht. Im Ergebnis der Erfüllung der leitenden Indikatoren und des Indikator selbst wird es beim Lohnsystem einen leichten Rückgang des Durchschnittslohns im Unternehmensbereich geben.

Das ist sehr wichtig zu verstehen, weil die Lohnsysteme Leitindikatoren haben und einen Grenzindikator. Die erste Tendenz betrifft die Situation, dass Basismaterial fehlt, die erste Tendenz, ist dann, dass uns vorgeschlagen wird, den Plan zu reduzieren. Erinnern Sie sich, dass ich gesagt habe, es gibt keine Anpassung des Plans, das, was wir jetzt machen müssen ist der Vergleich der realen Umsetzung mit dem Plan.

Wenn wir dies tun würden und für alle Welt den Plan anpassen würden: wenn Sie vorher durch den Verkauf von 100 Millionen Pesos 700 Pesos Gewinn erzielen konnten, und Sie jetzt nur weniger als 100 Millionen verkaufen können, da Sie bestenfalls nicht über alle Rohstoffe verfügten, werden Sie nun nur 80 verkaufen, und damit können Sie nicht die gleichen 700 Pesos Gewinn erzielen, weil dies keine produktive Deckung hat. Womit wir umgehen müssen ist, dass wir Inflation generieren oder Unterversorgung auf den staatlichen Märkten, wenn Geld ohne produktive Deckung unters Volk kommt. Auf längere Sicht würden wir auf jeden Fall die Kaufkraft des Lohnes verringern, und das würde der praktizierten Politik widersprechen, die Preise zu senken, indem die Kaufkraft des kubanischen Peso erhöht wird. Das ist im Großen und Ganzen das Thema der Lohnsysteme in Bindung an den Ertrag, man muss darüber wachen, dass man keine Lohnzahlungen produziert ohne produktive Deckung.

Was die Lebensmittel betrifft, ist dies ein Thema, bei dem es immer die meisten Zweifel gibt. Die Lebensmittel, die in diesem Jahr importiert werden sollten, werden auch importiert, weil es auf dem Weltmarkt eine Tendenz zur Preissenkung von Lebensmitteln gibt. Zum Beispiel hatten wir Hähnchen im Plan mit 1.200 Dollar pro Tonne berechnet, und was wir jetzt vertraglich vereinbart haben, liegt unter 1.000 Dollar. Das heißt, wir bringen mehr Lebensmittel ins Land und zahlen weniger und haben damit eine Ersparnis von 82 Millionen Dollar. Aber das ist nur ein Beispiel für die Tendenz der Preise auf dem Weltmarkt.

Ich werde hier keine Zahlen wiederholen, aber mir scheint, die wichtigste Idee ist, dass es für einige Produkte auf dem Weltmarkt eine Preissenkung gegeben hat, die uns 193 Millionen Dollar eingespart hat, fast 200 Millionen weniger und diese bringen mehr Lebensmittel.

Es kommt mehr oder weniger oft vor, dass aus verschiedenen Gründen die nationale Produktion nicht ganz erreicht wird, und das wird auch in Zukunft so sein, z.B. wurden weniger Bohnen eingeliefert, ca. 33.000 Tonnen, das betrifft auch den Mais, den Futtermais für die Tiere, 50.000 Tonnen, und Grieben, wegen der Bohnen und aus anderen Gründen 25.000 Tonnen.

Auf der einen Seite werden wir weniger Geld ausgeben, weil die Lebensmittel weniger kosteten, auf der anderen Seite müssen 50 Millionen mehr ausgegeben werden, um die nationale Produktion zu ergänzen wegen der klimatischen Bedingungen und aus anderen Gründen, die Sie kennen.

Im Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Senkung der Preise in Verbindung mit der Politik zur Verbesserung der Kaufkraft des kubanischen Peso, die allein keinen großen Rückgang bedeuten, hat es eine Akzeptanz gegeben, die zusammen mit der Vorratspolitik bei landwirtschaftlichen Produkten auch bei anderen Produkten zu Signalen einer Tendenz zur Preissenkung geführt hat.

Jetzt, wenn Sie die Preise senken und der Lohn mehr Kaufkraft hat, dann heißt das, dass die physischen Mengen, die verkauft werden, größer sind, und um diese Kaufkraft zu decken, mussten zusätzlich gekauft werden: 25.000 Tonnen Reis, 32.000 Grieben, 82.000 Hähnchen, 36.000 Öl und 3.800 Milchpulver, in Anbetracht der nationalen Produktion könnte diese Zahl niedriger liegen, aber wir haben bereits Verträge abgeschlossen.

An dieser Stelle will ich versuchen ganz klar zu machen, dass für das Angebot, bei denen die Preise gesenkt wurden, zusätzliche Mengen vertraglich abgeschlossen wurden, und dass diese Politik unterstützt wird.

Nur damit Sie eine Vorstellung haben: im ersten Drittel des Jahres um es auf irgendeine Art zu vergleichen, könnten wir es vergleichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres, aber hier müssen wir mit dem Preiseffekt messen wurden täglich 61 Tonnen Öl verkauft, heute verkaufen wir 133, Hähnchen wurden 77 Tonnen verkauft, heute sind es 269, das Milchpulver stieg nicht stark an, und hier haben wir den Reis, der jetzt pro Pfund gegen nationale Währung verkauft wird, der Preis sank um einen Peso, von 205 Tonnen täglich auf 293. Bei diesen Produkten müssen wir die Verfügbarkeit am Markt garantieren, denn wenn sie nicht verfügbar sind, beginnt wieder das gleiche Problem: die Aufkäufer/Hamsterer kaufen und verkaufen weiter, und der Effekt der Preissenkung verpufft. Deshalb sage ich: ein Großteil der Ersparnis, die wir hatten beim Import von Lebensmitteln, wird verwandt, um zusätzliche Mengen zu importieren und um diese Maßnahmen zu decken. Dies werden wir auch ständig weiter tun, weil wir sehen müssen, ob angeschts des Kaufverhaltens die Vertragsabschlüsse die Versorgung in der Zukunft garantieren.

Darüber hinaus muss ich sagen: in dem Maße, wie die Zeit verging und in dem Maße, wie es eine Stabilität beim Angebot gab, ist der Rhythmus der täglichen Verkäufe allmählich langsamer geworden. In den ersten Tagen gab es einen Höhepunkt, die Menschen waren unsicher, ob es immer Hähnchen geben würde oder nicht, der Verkauf pro Kiste, die Leute kauften Mengen von Kisten, und schrittweise gab es einen langsameren Rhythmus, und es wird der Zeitpunkt kommen, an dem es sich stabilisiert, aber noch hält diese Tendenz an, weil es ein stabiles Angebot seitens des Staates gibt. So haben wir jetzt an diesem Thema gearbeitet und so wird die Wirtschaft sich auch im 2. Halbjahr darstellen. Die Situation hat Begrenzungen, wie ich gesagt habe, es muss mit großer Effizienz gearbeitet werden, aber das wird so organisiert.

Im Ministerrat gab es Minister und Präsidenten von OSDE (Organizaciones Superiores de Dirección Empresarial, branchenspezifische Unternehmensaufsicht, seit 2014, d.Ü.), die der Auffassung waren, dass die Restriktionen, die wir erlassen haben, im wesentlichen bezüglich der Energieträger, etliche der Dienstleistungen für die Bevölkerung beeinträchtigen werden. Ich habe schon das Gleichgewicht bei der Elektrizität dargestellt, und im Rahmen der Bilanz für die Elektrizität habe ich gesagt, dass 8.800 Gigawatt für den Verbrauch im häuslichen Bereich gedeckt werden, aber bei der hydraulischen Energie (Hinweis auf Inés María Chapman) werden wir 85 Gigawatt abziehen, und letztens hat Inés gesagt: gut, wir werden den Leuten Elektrizität geben, aber bei mir fehlt Energie um Wasser zu pumpen, also wird es Elektrizität geben, aber es fehlt an Wasser. Und sie forderte über die durchgeführte Kürzung hinaus rund 81 Gigas, so war' s, Ines? Und begleitet von einer Reihe von Sparmaßnahmen bleibt es bei 71 Gigawatt.

Der Hinweis des Heeresgenerals im Ministerrat ist: wir werden mit allen Organisationen diese Anpassungen diskutieren, und dies wird der Kommission für Wirtschaft und Finanzen vorgelegt.

Die Hauptstadt zum Beispiel hat deutlich gemacht, dass sie, um eine Transportkapazität von 1.100.000 Personen täglich sicher zu stellen, etwas mehr Diesel braucht, und auch in diesem Falle haben wir ausnahmsweise revidiert. Und was wir noch diskutiert haben mit den Organisationen: dass keiner abseits stehen kann, das ist das Wichtigste, denn von Zeit zu Zeit gibt es eine Tendenz: Was geht mich die Elektrizität für das Krankenhaus an. Nein, zunächst Elektrizität für das Krankenhaus, und dann sehen wir weiter, zunächst müssen wir genau hingucken.

Was die Organisationen gemacht haben, ist ziemlich rational, sehr rational. Einige Organisationen wie zum Beispiel die Rum-Produktion in der Lebensmittelindustrie haben uns aufgezeigt, dass es eine zusätzliche Nachfrage gibt, in Devisen bedeutet das eine Million Dollar, weil die Nachfrage nach Rum im Tourismus im ersten Halbjahr gestiegen ist und auch im zweiten Halbjahr weiter zunehmen wird.

Wenn wir der Rum-Industrie keine Devisen geben, wird der Tourismus eine andere Sorte von Getränk importieren müssen, und eine der Prämissen ist, wie ich gesagt habe, nicht die Produktion verhindern, die sonst notwendigerweise danach zu Importen führt. All dies gehen wir für jede einzelne Organisation durch und versuchen, Vorschläge bei der Konsultation zu unterbreiten in jedem einzelnen Fall.

Bevor ich mich zum Abschluss komme: Es gab eine große Konfusion mit der Zuteilung von 50 % des Brennstoffs in diesem Monat, und dass sie Allen 50 % Brennstoff genommen haben und Weiteres dieser Sorte. Wie ich schon zum Thema Elektrizität gesagt habe, 6 %, was passiert ist, dass es einige mit 28 % betrifft, weil eine andere Gruppe von Aktivitäten zu 100 % gedeckt wird, und im Juli hat man anfangs 50 % des Zuteilung geliefert, weil der Brennstoff für Juli in den letzten Tagen des Junis zur Verfügung gestellt wird, und am 28. Juni wollten wir, dass die Organisationen und Provinzverwaltungen mit einer Zahl beginnen. Man sagte sich: "Geben wir ihnen 50 % , bis wir die Analyse abgeschlossen haben und danach ergänzen wir im Juli die Mengen, die jedem zustehen." Dieser zweite Brief war schon vom Wirtschaftsministerium an alle Minister geschickt worden, für alle Präsidenten der OSDE und für alle Präsidenten der Räte der Provinzverwaltungen, es geht also nicht um 50%. Global gesprochen geht es bei den Energieträgern um ehr oder weniger 28 %.

Eine andere Meinung, die vertreten wird, ist, dass wir ausgerechnet in diesem Moment von Beschränkungen für die Wirtschaft im zweiten Halbjahr sprechen und gleichzeitig von der Konzeptualisierung und dem Plan einer langfristigen Entwicklung sprechen. Die Leute sagen: gut, Restriktionen jetzt, wozu sollen wir uns Gedanken machen. Ganz im Gegenteil, wir müssen uns in diesem Moment ganz klar sein, wie sich die Aktualisation des Modells weiterentwickeln wird, und welches die Achsen und die strategischen Sektoren der kubanischen Wirtschaft sind, die die Entwicklungen voranbringen, und diese haben die höchste Priorität bei der Verfügbarkeit von Devisen. Es geht nicht darum, die Investitionen um 17 % zu kürzen - ich habe versucht das darzustellen in diesem Jahr geht es darum, dass rund 6.500 Millionen Pesos für Investitionen weiter zur Verfügung stehen, die Entwicklungsprogramme werden gedeckt.

Und es gibt eine weitere Gruppe von Investitionen, die nicht umgesetzt und auch nicht vertraglich vereinbart sind. Da sagen wir: Anhalten und erneut analysieren. Aber das Programm zur Entwicklung des Tourismus ist gedeckt, das Programm für die erneuerbaren Energiequellen ist gedeckt, das Programm zur Schaffung von Baukapazitäten ist gedeckt, um die Investitionsprozesse in den kommenden Jahren angehen zu können.

Ich möchte, dass ganz klar ist, warum es nicht widersprüchlich ist, an einen Entwicklungsplan bis 2030 zu denken, an Achsen und strategische Sektoren und gleichzeitig an das heutige Thema. Ganz im Gegenteil, man muss ganz klar die Prioritäten setzen.

Zusammenfassend: es wird Grenzen bei der Verfügbarkeit von Devisen geben. Mit den Energieträgern muss sehr effizient umgegangen werden, von den Einschränkungen bis zur Sicherstellung derselben. Die Sicherstellung der vitalen Dienste für die Bevölkerung, das interne finanzielle Gleichgewicht und die Maßnahmen zur Erhöhung der Kaufkraft des kubanischen Peso bleiben und sind gedeckt.

Die Investitionen für die Entwicklung des Landes in der Zukunft sind gedeckt, und es wird nötig sein wie wir auch hier diskutiert haben, aus dem Blickwinkel des Haushalts heute Morgen dass alle höchst genau die in der kubanischen Wirtschaft vorhandenen Reserven sichten in den Begriffen von Effizienz. Ich komme damit zum Schluss. (Applaus)

Marino Murillo Jorge
08.07.2016, Havanna


Quelle: Granma
Übersetzung: Angelika Becker