Cuba ist eines der Länder, über die in den letzten 50 Jahren am meisten und am kontroversesten geschrieben wurde. Die Revolution von 1959 war eine der gesellschaftlichen Umwälzungen, die in der Weltöffentlichkeit am meisten Aufsehen erregten. Der cubanische Revolutionskrieg forderte viel weniger Opfer als sozial motivierte Auseinandersetzungen in anderen Teilen der Erde. Die Revolutionäre kämpften unter dem Banner des Humanismus, der Brüderlichkeit und der sozialen Gerechtigkeit. Nach dem Sieg der Revolutionäre gab es keine Gewaltexzesse, keine Massenhinrichtungen und keine Rachefeldzüge gegen vormalige Gegner.

Spätestens mit den weltweiten Protesten gegen den Vietnamkrieg, gegen den US-Imperialismus und den weltweit aufkeimenden vor allem von Intellektuellen und Studenten getragenen Protestbewegungen wurde die Cubanische Revolution und mit ihr die Gesichter Ernesto Che Guevaras und Fidel Castros zum Sinnbild eines gerechtfertigten und gerechten bewaffneten Aufstandes gegen Unterdrückung und soziale Ungerechtigkeit.

Kuba-rundreise Die Faszination und auch das Bedürfnis nach Information und Diskussion ist immer noch bei vielen Menschen vorhanden, und das Interesse an der Geschichte und gesellschaftlichen Realität haben seit der Annäherung der US-Regierung an Cuba wieder zugenommen. Auch das immer größer werdende Misstrauen der Bevölkerung in den Industrieländern gegenüber der Berichterstattung ihrer Massenmedien, die eher versuchen, negative Klischees über Cuba zu pflegen, nährt das Verlangen, sich selbst vor Ort ein Bild von der Situation zu machen.


Reiseprogramm


1. Tag: Ankunft in Havanna

Transfer vom Flughafen zum Stadthotel oder in eine private Pension. Imbiss oder Abendessen, je nach Ankunftszeit.

2. Tag: Zu Fuß durch Alt-Havanna

Nach dem Frühstück treffen wir unseren Reiseleiter zur Begrüßung und Besprechung des Reiseprogramms.

Anschließend besteht Gelegenheit, sich mit einem Vertreter des Cubanischen Institutes für Völkerfreundschaft (ICAP) zu unterhalten.

Dieses hat die Aufgabe, freundschaftliche Beziehungen zu fortschrittlichen Organisationen weltweit aufzubauen und zu pflegen. Hierbei besteht erstmals Gelegenheit, sich über allgemeine politische Fragen auszutauschen.

Kuba-REise Havanna Nach einem typischen Mittagessen in einem der vielen Restaurants der Stadt erkunden wir zu Fuß die Historische Altstadt Havannas, die zum Teil Fußgängerzone ist.

Sie erhielt bereits 1982 das UNESCO-Prädikat "Weltkulturerbe der Menschheit" und wurde in den vergangenen 35 Jahren mit großem Aufwand restauriert.

Rückkehr in unsere Unterkunft. Der Rest des Nachmittags steht zur freien Verfügung.

Wer möchte, kann am Abend die traditionelle Kanonenschusszeremonie in der Festung la Cabaña besuchen. Der allabendliche Kanonenschuss um 21 Uhr kündigte früher die allabendliche Schließung der Stadttore an.

3. Tag: Modernes Havanna

Nach dem Frühstück lernen wir die moderneren Stadtteile Havannas kennen. Wir sehen den Malecón, die weltbekannte Uferstraße, die Stadtteile Vedado und Miramar sowie die "Plaza de la Revolución" mit dem Denkmal für Josë Martï, dem cubanischen Nationalhelden.

Ganz in der Nähe besuchen wir die Redaktion der deutschsprachigen Wochenausgabe der Parteizeitung Granma (Granma Internacional), die seit vielen Jahren von der FG unterstützt wird.

Wir essen zu Mittag und widmen den Nachmittag des Tages dem westlichen Stadtteil Miramar, der erst im frühen 20. Jahrhundert entstand.

Hier lernen wir neben weiteren interessanten Orten das Museum der Alphabetisierung kennen, das eines der ehrgeizigsten und erfolgreichsten Projekte der jungen Revolutionsregierung dokumentiert. Wenn noch Zeit und Interesse da sind, besuchen wir noch die "Maqueta de la Habana" ein großes dreidimensionales Modell der Hauptstadt.

Nachmittag und Abend stehen zur freien Verfügung.

4. Tag: Havanna

Heute möchten wir noch etwas mehr über zwei der wichtigsten Projekte der Cubanischen Revolution erfahren: Das Bildungssystem und das Gesundheitswesen. Nach dem Frühstück setzen wir uns in Bewegung.

Beim Besuch einer öffentlichen Schule erhalten wir einen Überblick über die Organisation des cubanischen Bildungssystems. Ein qualifizierter Gesprächspartner beantwortet Fragen und diskutiert mit uns über Erfolge und Probleme dieses gesellschaftlichen Sektors.

Nach dem Mittagessen fahren wir in den dicht besiedelten Stadtteil 10 de Octubre und besuchen das Krankenhaus "Miguel Enríquez", eines der langjährigen Spendenprojekte der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba. Wir erfahren etwas über die konkrete Arbeit der Klinik und auch über das Gesundheitssystem allgemein: Welche Erfolge seit der Revolution erzielt wurden und mit welchen aktuellen Problemen sich die cubanische Gesellschaft im Gesundheitssystem konfrontiert sieht. Der Abend steht zur freien Verfügung.

5. Tag: Havanna

Frühstück in unserer Unterkunft. Wir besuchen den "Callejón de Hamel", einer Sackgasse, in der der "Sábado de la Rumba", eine afrokubanische Musik- und Tanzveranstaltung zu Hause ist. Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Straße zu einer Bummel-Meile für Kunst-, Musik und Santería-Interessierte, angefüllt von bunten Wandmalereien und skurrilen Figuren. Nach dem Mittagessen in einem nahegelegenen "Paladar" besuchen wir das Revolutionsmuseum und die Gedenkstätte mit der Jacht "Granma", mit der die Revolutionäre 1956 aus Mexiko nach Cuba gelangten, um den bewaffneten Kampf gegen die Batista-Diktatur aufzunehmen.

Auf viele Touristen wirkt der Begriff "Revolutionsmuseum" abschreckend. Sie befürchten, ein plumpes Propagandaprojekt anzutreffen … aber das Wort greift zu kurz. Es ist vielmehr ein Geschichtsmuseum, das viele historische Ereignisse des Landes bildlich und plastisch dokumentiert, auch wenn etwas Revolutions-Kitsch nicht fehlen darf: zum Beispiel eine lebensgroße Che-Puppe auf dem Maultier …

Nur ein paar Schritte weiter finden wir das Museum der Schönen Künste (Museo de Bellas Artes), das eindrucksvoll die Wertschätzung des Landes für Kunst und Kultur dokumentiert.

Nach dem Besuch dieser interessanten und sehr umfangreichen Museen kehren wir erst einmal in unsere Unterkünfte zurück.

Die Altstadt lädt noch zu einem abendlichen Bummel und einem Abendessen unter freiem Himmel ein (optional).

6. Tag: Havanna - Viñales -Pinar del Río

Nach einem zeitigen Frühstück geht es mit dem Bus in Richtung Westen. Unser Ziel ist das landschaftliche "Juwel" dieser Provinz: Das Viñalestal.

Viñales ist eine Ortschaft mit rund 30.000 Einwohnern. Sie liegt ca. 30 km nördlich der Provinzhauptstadt Pinar del Río.

Das Viñalestal ist fruchtbar und durch seine riesigen Kalksteinkegel ein bizarrer und schöner Anblick. Der Kontrast zwischen den rötlich schimmernden Kegeln und der satt grünen Vegetation bilden eine pittoreske Kulisse.

Tabakanbaugebiet Viñales In der Provinz Pinar del Río liegen die meisten Tabakanbaugebiete Cubas, der Großteil davon allerdings südlich von Pinar del Río, einer landschaftlich eher eintönigen Gegend und nicht im Viñalestal, wie in vielen Reiseführern falsch zu lesen ist. Gleichwohl können wir auch im Viñalestal kleinere Tabakbetriebe besuchen, wo man uns etwas über Anbau und Weiterverarbeitung der von Zigarrenliebhabern geschätzten Pflanzen erklären kann. Nach einem ausgiebigen Mittagessen in dem kleinen Ort Viñales unternehmen wir mit einem lokalen Fremdenführer eine Wanderung durch die höheren Lagen des Tals und begegnen vielen verschieden Pflanzen.
Wir besuchen einen Kleinbauern und erfahren etwas über den Tabakanbau. In einer unterirdischen Grotte besteht die Möglichkeit zu baden. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung.

7. Tag: Pinar del Río, Soroa, Las Terrazas

Frühstück an unserem letzten Morgen in Viñales. Dann geht es wieder gen Osten, nicht ohne einen kurzen Halt in der Provinzhauptstadt Pinar del Río, der letzten, die von den Spaniern im XVI. Jahrhundert gegründete wurde. Wir besuchen die Tabakwarenfabrik "Francisco Donatién" und sehen bei der Produktion von Zigarren weltbekannter Marken zu.

Auf der Autobahn gelangen wir nach Soroa, wo wir zunächst Mittagessen und unsere Zimmer beziehen. Anschließend unternehmen wir noch einen Rundgang durch das landschaftlich reizvoll gelegene Örtchen und schauen uns vielleicht den Orchideengarten und den bekannten natürlichen Wasserfall an, unter dem man auch "duschen" kann (Optional, Eintritte ggf. vor Ort zahlbar).

8. Tag: Fahrt nach Guamá

Nach dem Frühstück bewegen wir uns vorbei an Havanna und weiter auf der Autobahn A1, die wir in Jagüey Grande in südliche Richtung verlassen.

Wenige Kilometer weiter beginnt bereits das Naturschutzgebiet Ciénaga de Zapata, ein weitgehend unberührtes Sumpfgebiet mit einer interessanten Tier- und Pflanzenwelt. An der Straße, die uns weiter in Richtung Schweinebucht führt befindet sich auch Guamá und die bekannte Krokodilfarm, die wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Von hier aus gelangt man in Schnellbooten durch ein Kanalsystem in die Mitte des "Lago del Tesoro", wo sich ein Dorf aus Pfahlbauten befindet, das der Bauweise der Ureinwohner "Tainos" nachempfunden ist.

Hier übernachten wir in bescheidenen Pfahlbauten und können den Abend bei einem leckeren Krokodil-Ragout ausklingen lassen.

9. Tag: Guamá - Cienfuegos – Trinidad

Nach dem Frühstück geht es mit halsbrecherischer Geschwindigkeit durch die Kanäle des "Laguna del Tesoro" zurück zur Anlegestelle.

Unterwegs begegnen uns immer häufiger kleine Gedenksteine links und rechts der Straße. Hier starben Menschen im Kampf gegen die vom US-Geheimdienst ausgebildete Söldnertruppe, die im April 1961 versuchte, die Revolutionsregierung zu stürzen.

In Playa Girón machen wir eine weitere Pause und besuchen das kleine Museum, das die Invasion in der Schweinebucht und deren Niederschlagung durch die Revolutionstruppen im April 1961 dokumentiert.

Wir fahren nun einen kleinen Umweg, um nach "Caleta Buena" zu gelangen. Hier haben wir Zeit, uns ein paar Stunden an einer natürlichen Meereslagune zu entspannen und an einem nur wenige Meter vom Ufer entfernten Korallenriff zu schnorcheln.

Unser nächstes Ziel ist die Stadt Cienfuegos die 1819 gegründet wurde und ihre prachtvollen Bauten vor allem dem Zuckerrohranbau verdankt, der im 19. und bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts seine volle Blüte erreichte.

Kuba-Reise Trinidad In einem gepflegten privaten Restaurant essen wir zu Mittag und unternehmen einen kleinen Spaziergang durch die Innenstadt. Anschließend setzen wir unseren Weg fort nach Trinidad, einer der ältesten Städte des Landes.

Die Innenstadt ist sehr beeindruckend und erscheint uns als wären wir Jahrhunderte in der Zeit zurückgereist. Die UNESCO verleiht der Innenstadt 1988 das Prädikat "Weltkulturerbe der Menschheit".

Das Geschichtsmuseum im Palacio Cantero und die Plaza Mayor sind "Pflichtprogramm". Auch das Architekturmuseum ist sehenswert.

Unter freiem Himmel können wir abendlichen Musikdarbietungen lauschen bis wir die nötige Bettschwere haben und uns in unsere Unterkünfte begeben.

10. Tag: Trinidad – Santa Clara

Frühstück und Abfahrt nach Santa Clara. Bevor wir die steilen Aufstiege zum Escambray-Gebirge erklimmen, besuchen wir noch den Parque "El Cubano", ein Naherholungsgebiet wenige Kilometer nördlich der Stadt.

Die Wege, Wasserfälle, natürliche Wasserbecken und Bäche garantieren ein unvergessliches Erlebnis. Wir essen zu Mittag und fahren durch die eindrucksvolle Bergwelt der Topes de Collantes weiter nach Santa Clara.

Nach dem gemeinsamen Abendessen, erwartet uns ein interessantes Treffen mit einem Kommitee zur Verteidigung der Revolution (CDR). Interessante Diskussionen sind hier vorprogrammiert.

11. Tag: Santa Clara

Santa Clara ist eine der Städte, deren Namen untrennbar mit der Cubanischen Revolution und dem Namen ihres wahrscheinlich bekanntesten Protagonisten verbunden ist: Ernesto Guevara de la Serna, genannt "Che".

Neben ihrer strategischen Bedeutung für den Durchbruch der Revolutionsarmee nach Westen ist sie auch gleichzeitig der Ort des größten Triumphes für Ernesto "Che" Guevara, unter dessen Kommando Santa Clara nach zweitägigen Gefechten gegen die Batista-Armee von den Rebellen eingenommen wurde.

Bei einem Stadtrundgang können wir einige der Stationen dieses Kampfes nachvollziehen. Auch das Grabmal des "Großen Guerillero", wie er in Cuba oft genannt wird, liegt in Santa Clara. Sein Besuch bildet den Abschluss des Aufenthaltes in der Stadt. Abendessen im Hotel.

12.-15. Tag: Santa Clara – Remedios - Varadero

Nördlich von Santa Clara liegt Remedios, eine der ersten von den Spaniern gegründeten Städte an der Nordküste Cubas.

Ähnlich wie Trinidad sind es vor allem seine Bauten, die sich über die Jahrhunderte scheinbar kaum verändert haben. Vor allem die Kirche Iglesia Mayor "San Juan Bautista" mit ihren 13 vergoldeten Altären zieht viele Besucher an.

Nach einem kurzen Rundgang durch die Innenstadt essen wir zu Mittag und setzen unsere Reise fort nach Matanzas. Hier wollen wir uns über ein besonderes medizinisches Projekt informieren: Die Klinik für Neurologische Rehabilitation "Rosa Luxemburg", die 2002 aus einem renovierungsbedürftigen Schulgebäude entstand und von der DKP und ihren Mitgliedern mit großem Einsatz unterstützt wird.

Nach diesem eindrucksvollen Programmpunkt bringt uns unser Bus nach Varadero, wo uns 3 Tage Strand erwarten, bevor wir die Heimreise oder einen Anschlussaufenthalt antreten.

Leistungen


Transatlantikflug ab deutschem Flughafen nach Havanna und zurück
Unterbringung in den angegebenen oder gleichwertigen Hotels
Programmpunkte und Mahlzeiten gemäß Beschreibung
Beförderung im klimatisierten Bus während der gesamten Rundreise
Deutschsprachige Reiseleitung.
Unterbringung in Mittelklasse-Hotels und privaten Pensionen verschiedener Kategorien. Strandaufenthalt in Varadero in einem 4-Sterne-Hotel mit All-inclusive-Verpflegung.

Unverbindliche Anfrage


Profil Cuba-Reisen

Profil Cuba-Reisen, Manfred Sill e.K.
Riedfurtstraße 5
74363 Güglingen
Tel.: 07135 - 171 03 83
Fax: 07135 - 171 03 84
info@profil-cuba-reisen.de
www.profil-cuba-reisen.de