Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V.


FG BRD-Kuba

Home

Terminkalender

CUBA LIBRE

Cuba kompakt

Projekte

Reisen

Regionalgruppen

Shop

Texte/Dokumente

Aus der FG

Galerien

Links

Downloads

Impressum

Spenden

Mitglied werden


Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba bei Facebook


Netzwerk Kuba
Komitee Basta Ya
junge Welt
Soliarenas
amerika21.de
Berliner Büro Buchmesse Havanna

Zum Tode von Juan Almeida Bosque

Juan Almeida Bosque Juan Almeida Bosque ist tot. Er ist ein Symbol der Revolution, einer der von Anfang an dabei war.
Beim Angriff auf die Moncada Kaserne, bei der Landung der "Granma", in der Sierra Maestra.
Er war es, der am 5.12.1956, als die übermüdete von Hunger und Durst geplagte "Granma" Besatzung im Zuckerrohrfeld bei Alegria de Pio von Batista-Soldaten umzingelt wurde, angesichts einer nahezu aussichtslosen Situation den legendären Satz sprach: „Hier ergibt sich niemand!“
"Hier ergibt sich niemand", dieser Satz von Almeida sollte noch ein halbes Jahrhundert später für die Cubaner, gebeutelt vom Zusammenbruch der Staaten Osteuropas und einer immer weiter sich verschärfenden US-Blockade der Wahlspruch bleiben.
Oder der Almeida auf dem bekannten Foto in der Sierra Maestra, als er neben dem Che steht, während Fidel mit einem Stöckchen den Plan für die nächste Schlacht in den Sand zeichnet.
Das sind Augenblicke, die den Menschen in Cuba, aber auch den Freunden Cubas auf der ganzen Welt immer in Erinnerung bleiben.
Juan Almeida Bosque war aber nicht nur ein Kommandant der Revolution, sondern auch ein bekannter Komponist und Dichter von 300 Liedern. Sein wohl berühmtestes Lied "Lupe", einer Mexikanerin gewidmet, die er im Exil in Mexiko kennen gelernt hatte, kam mit der „Granma“ in die Sierra und dort sangen es alle Kämpfer.


Juan Almeida Bosque Dieses Lied wird man nie mehr hören können, ohne an Juan Almeida zu denken.
"Dass meine Erde mich ruft, um zu siegen oder zu sterben, vergiss mich nicht Lupita, erinnere dich an mich."
Juan Almeida Bosque stammt aus einer armen Familie mit 12 Kindern. Er ist immer der Mann aus dem Volk geblieben.
Wie Enrique Ubieta Gomez erzählt, hat er es genossen, an roten Ampeln seine Mitbürger einzusammeln, die dort auf eine Mitfahrgelegenheit warteten. Da aus Sicherheitsgründen die Fenster seines Autos verdunkelt waren, konnte man von außen nicht erkennen, wer außer dem Fahrer im Auto saß. Er freute sich immer, wenn seine überraschten Mitreisenden ihn als einen der Passagiere erkannten.

Wir trauern mit den Menschen in Cuba. Wir alle haben einen beispielhaften Revolutionär, einen unermüdlichen Kämpfer verloren, der immer bescheiden geblieben ist.
Juan Almeida Bosque ist 82 Jahre alt geworden. Er hat die Augen geschlossen, weil das Teil des Menschseins ist und er verdient, so ein junger cubanischer Repentist* "Tausende von Ovationen und keine Schweigeminute...".

(*„Repentistas“ sind Sänger, die zu Gitarrenbegleitung spontan Liedertexte zu aktuellen Themen erdichten.)

Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba
Renate Fausten